1. Erstsichtung statt Datenfriedhof
Nach dem Import der Speicherkarte starte ich RAWFetcher für die erste, schnelle Sichtung meiner Fotos – noch bevor Lightroom oder eine andere Bildbearbeitung überhaupt ins Spiel kommt. RAWFetcher ist für mich kein Ersatz für die kreative Bearbeitung – sondern der entscheidende Filter davor.
In dieser Phase treffe ich nur eine einzige Entscheidung: Behalten oder löschen?
Alles, was offensichtlich nicht zu gebrauchen ist, fliegt kompromisslos raus:
- extrem unscharf
- Fehlfokus
- verwackelt
- leere Serien
- versehentliche Auslösungen
Das spart nicht nur Speicherplatz, sondern vor allem Zeit, Nerven und mentale Energie.
2. RAW-Archiv sauber aufbauen – NAS statt Chaos
Die ausgewählten Bilder exportiere ich anschließend mit RAWFetcher auf mein NAS oder eine externe SSD – als zentrales RAW-Archiv meiner Originale. Dabei nutze ich zwei Kernfunktionen, die für meinen Workflow essenziell sind:
📁 Automatische Ordnerstruktur nach Datum
Die Bilder werden sauber nach Aufnahmedatum in Unterordner abgelegt. Das Ergebnis: klare Struktur, jederzeit reproduzierbar, perfekt für Langzeitarchive.
🏷️ Intelligente Umbenennung der Dateien
Statt kryptischer Dateinamen erhalte ich konsistente Namen, eindeutige Serien und bessere Wiederauffindbarkeit. Gerade bei großen Fotoprojekten oder wiederkehrenden Locations ist das Gold wert.
3. Erst jetzt: Bildbearbeitung (Lightroom & Co.)
Erst nach dieser Bereinigung öffne ich mein Bildbearbeitungs-Tool – in meinem Fall häufig Lightroom, aber das Prinzip funktioniert genauso mit Capture One, Darktable oder jedem anderen RAW-Konverter.
Der Unterschied ist enorm: Ich arbeite nur noch mit relevanten Bildern, nicht mit tausenden Ablenkungen.
4. Mehr als Tierfotografie: Landschaft, Stereo & die Messsucher-Leidenschaft
Auch wenn ich viel Vogel- und Tierfotografie mache, ist RAWFetcher nicht darauf beschränkt. Ich nutze die App genauso für Landschaftsfotografie, Streetfotografie und meine heimliche Leidenschaft: das Fotografieren mit einer Messsucher-Kamera aus Wetzlar 😉
🌍 Reverse Geotagging – Orte wiederfinden
Viele meiner Kameras zeichnen keine GPS-Daten auf. Mit Reverse Geotagging in RAWFetcher kann ich später dennoch Aufnahmeorte rekonstruieren, Reisen sauber dokumentieren und Bildserien geografisch zuordnen. Besonders bei Reise-, Landschafts- und Street-Fotografie ist das ein echter Gamechanger. Das intelligente Caching sorgt dafür, dass nahegelegene Aufnahmen innerhalb von 500m und 5 Minuten das Geocoding-Ergebnis teilen – das beschleunigt die Verarbeitung erheblich und reduziert API-Anfragen.
📸 Burst-Modus – Reihenaufnahmen intelligent verwalten
Bei der Tierfotografie entstehen oft Reihenaufnahmen (Bursts). RAWFetcher erkennt diese automatisch und zeigt sie als Stapel an. So kann ich schnell durch Bursts navigieren, das beste Bild auswählen oder ganze Reihen gemeinsam bewerten – ohne dass mein Archiv mit hunderten ähnlicher Bilder überflutet wird.
5. Warum dieser Workflow funktioniert
Mein Foto-Workflow folgt einem einfachen Prinzip: Erst reduzieren. Dann kreativ werden.
RAWFetcher ist dabei mein Werkzeug für:
- schnelle Fotoauswahl
- saubere RAW-Archivierung
- strukturierte Dateibenennung
- effiziente Vorbereitung für jede Bildbearbeitung
Egal ob Wildlife Photography, Bird Photography, Landscape Photography oder klassische Reportage mit Messsucher – der Workflow bleibt gleich. Und genau das macht ihn so stark.
6. Ergebnisse aus meinem Workflow
Die Bilder, die durch diesen Workflow entstehen, findest Du in meinem Flickr-Fotostream. Dort siehst Du eine Auswahl meiner Arbeiten – von Wildlife- und Naturfotografie über Landschaftsaufnahmen bis hin zu Street Photography mit der Messsucher-Kamera. Alle diese Bilder haben den gleichen Workflow durchlaufen: Erst Sichtung und Auswahl mit RAWFetcher, dann Archivierung, und schließlich die kreative Bearbeitung.